EINE DOKUMENTATION
Panorama Marienheide © Copyright 2000 - 2024 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bau und Streckeneröffnung Am 1. Dezember 1892 wurde die 9,10 Kilometer lange Teilstrecke der „Volmetalbahn“ zwischen Meinerzhagen und Marienheide von den Königlich Preußische Staatseisenbahnen (K.P.St.E.) fertiggestellt. Die 8,2 Kilometer lange Verbindung nach Gummersbach folgte am 1. Juli 1893. Das 13,14 Kilometer lange Teilstück von Wipperfürth nach Marienheide wurde am 15. Januar 1902 dem Verkehr übergeben. Die 60,59 Kilometer lange Gesamtstrecke von Hagen nach Dieringhausen ging in mehreren Teilabschnitten in Betrieb. Der Bahnhof wurde am 1. Dezember 1892 eingeweiht.

Das Empfangsgebäude Marienheide

Das giebelständige, zweistöckige Fachwerkgebäude von 1892 mit Krüppelwalmdach besaß einen zweistöckigen, traufenständigen Anbau im Norden und einen einstöckigen Anbau im Süden mit Satteldach, der durch einen Güterschuppenanbau ergänzt wurde. Das Dachgeschoss hatte eine Holzverkleidung, während die beiden unteren Stockwerke verschiefert waren. Die weit auskragenden Dachgiebel besaßen Schwebegiebel zur Verstärkung der Dachkonstruktion. Das Gebäude besaß Sprossenfenster auf allen Stockwerken. Im Erdgeschoss gab es einen Warteraum mit Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie weitere Diensträume. Ein Treppenhaus führte zu den Obergeschossen, wo sich die Wohnungen der Bahnbediensteten befanden. Die ursprüngliche Gleisanlage bestand aus einem Kreuzungsgleis und einem Ladegleis zum Güterschuppen mit Kopf- und Seitenrampen. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse III. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen Für die Verladung von Grauwacke aus Holzwipper und der umliegenden Steinbrüche wurde eine Kleinbahn für den Transport von Müllenbach nach Marienheide am 2. Dezember 1892 in Betrieb genommen. Um die Güterwagen bereitzustellen, diente der Bahnhof offenbar der Zusammenstellung der Schotterzüge. Am 1. Juli 1893 ging der Streckenabschnitt nach Gummersbach in Betrieb. Auch an diesem Streckenabschnitt wurde Grauwacke verladen. 1902 erhielt der Bahnhof ein Stellwerksgebäude mit Fachwerkaufbau für das Fahrdienstleiterstellwerk gegenüber dem Stationsgebäude. Die Gleisanlage bestand aus mindestens vier durchgehende Gleise und einen Inselbahnsteig, der durch einen Personentunnel erreichbar war. Die Treppenaufgänge besaßen eine Überdachung mit Glasbausteinen. 1954 nahm die Deutsche Bundesbahn (DB) das Stellwerk von 1902 aus dem Betrieb und ersetzte es durch ein modernes. 1984 wurde erstmals auf Initiative des Oberbergischen Kreises die erste City-Bahn ins Leben gerufen. Das Projekt war ein voller Erfolg und wurde in den 1990er-Jahren auch in anderen Gebieten übernommen. 1986 nahm die DB das Stellwerk aus dem Betrieb und ließ das Gebäude später abreißen. Seit dem 18. April 2003 ist der Haltepunkt Marienheide wieder in Betrieb genommen worden. Die Reaktivierung der Bahnstrecke nach Meinerzhagen erfolgte am 27. Februar 2014. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude wurde verkauft und wird als Restaurant genutzt. Der Güterschuppen erhielt einen einstöckigen, modernen Anbau.
Planung und Konzession
Bilder Marienheide
Bahnhof von 1892
Luftaufnahme
Die Eisenbahn “kam” am 1. Dezember 1892 nach Marienheide. Also 57Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Marienheide hatte zu diesem Zeitpunkt 2.749 Einwohner (Ende 2022 waren es 13.710 Einwohner).
Bahnhof von 1892 Filmbild Marienheide Volmetalbahn Hagen Hbf Dieringhausen

Bahnstation Marienheide

360,0