EINE DOKUMENTATION
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Bahnstation Maulbronn

Bau und Streckeneröffnung 1911 begannen die Bauarbeiten an einem 2,35 Kilometer langen Gleisanschluss nach Maulbronn Stadt. Am 1. August 1914 eröffneten die Königlich Württembergischen Staats- Eisenbahnen (K.W.St.E.) ihre 2,35 Kilometer lange Strecke nach Maulbronn Stadt. Die Ortschaft ist durch das Kloster Maulbronn (1147), das seit 1993 zum Weltkulturerbe gehört, bekannt geworden.

Das Empfangsgebäude Maulbronn

Das traufenständige, zweistöckige Stationsgebäude mit Walmdach besaß jeweils an der Orts- und Gleisseite zwei große Zwerchdächer sowie im Süden einen etwas zurückgesetzten Anbau zwischen Güterschuppen und dem Hauptgebäude. Ein Eingangsportal mit flachen Treppenstufen an der Ortsseite war dem Gebäude vorgesetzt worden. Im Stationsgebäude aus „Maulbronner Schilfsandstein“ errichtet vereinigten sich spätgotische sowie romantische Stilelemente. Die Stockwerke wurden durch ein Gurtgesims (an Fassaden, das zwischen den Stockwerken liegt) optisch getrennt. Am Hausbahnsteig entstand ein Arkadengang, der zur Gleisseite hin durch vier Öffnungen mit Rundspitzbögen den Zugang zum Hausbahnsteig erlaubte. Die breiten Fenster an der Ortsseite besaßen ebenfalls Rundspitzbögen. Das Obergeschoss verfügte über gereihte (mit einem Rahmen zusammengefasste) Rechteckfenster. Im Bahnhof gab es eine Schalterhalle mit Fahrkarten- und Gepäckschalter, Wartesäle sowie eine Bahnhofsgaststätte und weitere Diensträume. Im Obergeschoss befanden sich Wohnungen für den Stationsvorsteher und dem Bahnhofswirt. Im Norden gab es ein separates einstöckiges, traufenständiges Nebengebäude aus rotem Sandstein mit Walmdach, in dem sich eine Toilettenanlage sowie Aufenthalts- und Übernachtungsräume für das Zugpersonal befanden. Ein Giebelrisalit (ein Bauteil, das aus der Fassade vorspringt) hob den Eingangsbereich hervor. Ein Wohnhaus ebenfalls aus rotem Sandstein mit zwei Wohnungen vervollständigte das Gebäudeensemble. Der Güterschuppen mit auskragendem Satteldach mit Oberlichtern war durch vertikale Holzbretter verschalt worden. Er besaß Seitenrampen und an beiden Seiten ein Schiebetor. Der Bahnhof wurde am 31. Juli 1914 feierlich eröffnet. Die Gleisanlage bestand aus den beiden Streckengleisen und einem Umfahrgleis sowie verschiedene Ladegleise zum Güterschuppen. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse III. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen Am 3. Juni 1973 wurde der Personenverkehr und am 31. Juli 1999 der Güterverkehr nach Maulbronn Stadt eingestellt. 1998 wurde das Stationsgebäude an eine Privatperson verkauft. Ab 2000 verkehrt an Sonn- und Feiertagen zwischen dem 1. Mai bis Mitte Oktober der Klosterstadt-Express von Pforzheim nach Maulbronn. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude steht unter Denkmalschutz. Es wird heute zum Verkauf von Kunsthandwerk und Gartenaccessoires genutzt.
Filmbild Maulbronn PANORAMA Maulbronn - Maulbronn West Maulbronn - Maulbronn West Planung und Konzession
Bahnhof 1914
Luftaufnahme
Bilder Maulbronn Stadt
Bahnhof 1914