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Am 3. April 1850 erreichte die Main- Wester-Bahn von Cölbe kommend den Bahnhof Marburg. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch das von Julius Eugen Ruhl im romantischen Baustil entworfene und aus Backstein gebaute Empfangsgebäude eröffnet. Wobei sich der Baustil vom Mittelteil erheblich von den beiden Seitenflügeln unterschieden. Es gab im Bahnhof bereits eine Reparaturwerkstatt, die mit einer Remiese für vier Lokomotiven verbunden war und einen geräumigen Güterschuppen. Im linken Seitenflügel war auch ein kurfürstliches Wartezimmer untergebracht. 1890 erhielt der Bahnhof ein Bahnbetriebswerk mit Werkstatt und 16-ständigen Ringlokschuppen mit Drehscheibe. Alle Gebäude wurden aus Backstein gebaut. Um den zunehmenden Verkehrsbedürfnissen zu entsprechen, wurde der Bahnhof erweitert und 1909 ein neues, neobarockes, aus gelblichem Sandstein gebautes Empfangsgebäude in der Nähe es alten Gebäudes eröffnet. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bahnhof schwer beschädigt. Nach dem Krieg baute man das Empfangsgebäude in seinem ursprünglichen Zustand wieder auf. 2011 renovierte die Deutsche Bahn AG den Bahnhof. Die Hochbauten im Bahnhof sind als Denkmal geschützt.
Marburg (Lahn) Z Bahnhof iel
Bilder Marburg (Lahn)
Bahnhof um 1909
Luftaufnahme
Main-Weser-Bahn
Bahnhof 1909 Bahnhof 1850
Bahnhof 1850
Die Eisenbahn “kam” am 3. April 1850 nach Marburg. Also 15 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Marburg hatte zu diesem Zeitpunkt 7.000 Einwohner (ende 2014 waren es 73.147 Einwohner).  
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