EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Rheinkamp von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2020 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bahnstation Rheinkamp Bahnstation Rheinkamp

Bau und Streckeneröffnung

Schon 1856 gab es Planungen für eine Eisenbahnverbindung des linken Niederrheins ins Ruhrgebiet. Aber erst mit dem Bau des Hüttenwerks von Krupp in Rheinhausen wurden die Pläne konkreter. Die Hütte brauchte nicht nur Bahnanschlüsse, sondern auch Arbeiter, die aus dem landwirtschaftlich geprägten Niederrhein kamen. Eine Verbindung zum Niederrhein wurde von Preußen jedoch aufgeschoben. Erst 1903 begannen die Bauarbeiten an der Bahnlinie. Der erste Abschnitt von Rheinhausen nach Trompet wurde Weihnachten 1903 in Betrieb genommen. Die Verbindung nach Moers eröffnete am 6. April 1906. Am 15. August 1904 eröffneten die Preußischen Staatseisenbahnen ihre 54,31 Kilometer lange Niederrheinstrecke, die von Rheinhausen (heute Duisburg) nach Kleve führte. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse II.

Das Empfangsgebäude Rheinkamp

Das Empfangsgebäude ging bei Streckeneröffnung in Betrieb. Der Bahnhof trug damals noch den Namen Repelen. Der rechteckige, mittlere Gebäudeteil aus Backstein war verputzt und im typischen niederrheinischen Baustil errichtet. Dieser nutzt Klinker als Schmuckelement an den Gebäudekanten, Fenstern, Türen und dem Gebäudesockel. Der zweistöckige Mittelbau hatte ein Walmdach sowie einen giebelständigen, einstöckigen nördlichen Anbau. Zur Straßenseite hin, gab es einen Balkon, der gleichzeitig den Eingang vor der Witterung schützte. Ein weiterer, einstöckiger Anbau mit flachem Satteldach begrenzte das Gebäude im Süden. Das Stationsgebäude hatte Segmenbogenfenster und Türen. Der Hausbahnsteig war nur am nördlichen Gebäudeteil überdacht.

Weitere Streckeneröffnungen und Ausbauten

1912 eröffnete die Zechenbahn von Kamp-Lintfort nach Reepelen sowie zum Hafen Rheinpreußen. Dafür erweiterte man den Güterbahnhof in Reepelen. Der Bahnhof wurde 1916 in Rheinkamp umbenannt. 1926 entstand ein Stellwerksbau im Südkopf des Bahnhofs. 1928 wurde am nördlichen Bahnhofskopf an einer Straße mit Schrankenbetrieb ein Stellwerk gebaut. 1997 stellte die Deutsche Bahn AG den Personenverkehr ein und legte das Empfangsgebäude still. Was hat sich verändert, was ist geblieben 2003 war das Bahnhofsgebäude noch bewohnt und in einem passablen Zustand. Am südlichen Anbau ist an der freien Giebelseite erkennbar, dass ein weiterer Anbau vorhanden war, der aber abgerissen wurde. Auf der Abbildung von 1920 (oben rechts) befand sich dort ein Güterschuppen.
PANORAMA
Bahnhof um 1920
Luftaufnahme
Bilder Reepelen
Bahnhof um 1920 Planung und Konzession Duisburg - Xanten Duisburg Hbf Xanten
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