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Mettlach
Bereits 1850 plante Preußen den Bau einer Bahnstrecke von Trier nach Saarbrücken. 1856 beschloss der Staat Preußen diese Strecke selbst zu finanzieren, was sehr ungewöhnlich war, da Preußen eigentlich auf den privaten Bahnbau setzte. Die Bauarbeiten der Saarstrecke von Trier nach Merzig (Saar) und von Saarbrücken nach Merzig (Saar) begannen 1856. Die Bahnstrecke von Saarbrücken nach Merzig (Saar) eröffnete den Betrieb am 16. Dezember 1858. Die Weiterführung von Merzig (Saar) bis Trier begann mit dem Betrieb am 16. Mai 1860. Damit war die 88,3 km lange Saarstrecke fertiggestellt. Der Mittelteil des heutigen Empfangsgebäudes stammt aus dem Jahre 1860 und wurde durch zahlreiche Anbauten später erweitert. Das Stationsgebäude aus Sandstein gebaut hatte eine Schalterhalle, einen Fahrkartenschalter und einen Gepäckschalter. Dazu waren noch diverse Betriebsräume im Gebäude untergebracht. Im Obergeschoss waren die Dienstwohnungen. Die Toiletten und die Gaststätte befand sich im südlichen, seitlichen Anbau. Im Giebel des Mittelbaus fand sich die Bahnhofsuhr in der runden Fensteröffnung, die heute nicht mehr vorhanden ist. Der Eingangsbereich wurde später durch eine Vorhalle erweitert. Gegenüber dem Empfangsgebäude liegt der Güterschuppen, der heute keinen Gleisanschluss mehr hat. Es ist anzunehmen, dass die Firma Villeroy & Boch über umfangreiche Gleisanlagen verfügte, von denen nur noch der Güterschuppen übrig geblieben ist. Direkt am Bahnhof beginnt der 1195 Meter lange Mettlacher Tunnel, der die große Saarschleife abkürzt. 1973 wurde die Saarstrecke von der Deutschen Bundesbahn komplett elektrifiziert.
Die Eisenbahn “kam” am 16. Dezember 1858 nach Mettlach. Also 23 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Mettlach hatte zu diesem Zeitpunkt wenig Einwohner (Ende 2013 waren es 12.124 Einwohner).
Bilder Mettlach
Luftaufnahme
Saarstrecke
Z Bahnhof iel
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